Rezension: Ender’s Shadow von Orson Scott Card

Im Schatten von Ender Wiggin.

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Cover von Orson Scott Cards "Ender's Shadow"

Während Ender in einer glücklichen Familie aufwächst, abgesehen vom machthungrigen Bruder, muss Bean in den ersten Jahren seines Lebens um das blanke Überleben kämpfen.

Die Straßen von Rotterdam sind kein Ort um Freundschaften zu schließen und doch überzeugt Bean die Anführerin einer Kindergang von einem Plan, der das Leben aller Kinder auf den Straßen der Stadt verändern wird. Zusammen wollen sie einen der großen Jungen gefangen nehmen und zu ihrem Beschützer machen. Als der Plan gelingt, ist das Überleben der Gruppe vorerst gesichert, doch hinter der Fassade ihres selbsternannten Papas versteckt sich ein rachsüchtiger Mensch, der keine Kränkung verzeiht.
Schließlich kommt die Gruppe in Kontakt mit der Geistlichen Schwester Carlotta, die Potential in Bean sieht und ihn in der Battle School unterbringt.
Dort trifft er auf den Jungen Ender Wiggin, in dessen Schatten er sich zu einer der wichtigsten Personen im Krieg gegen die außerirdische Bedrohung entwickelt.

Wer Ender’s Game bereits gelesen hat, trifft hier all die bekannten Charaktere des ersten Teils der Ender Wiggin Saga wieder und erfährt aus einer völlig anderen Perspektive, wie sich die Ausbildung an der Battle School sowie der Kampf gegen die Bugger zugetragen hat.

Beans Intelligenz übertrifft die Enders um einige Prozente, aber seine Schwäche sind – vielleicht auch wegen den Jahren, die er auf der Straße verbracht hat – Gefühle. Gerade am Anfang des Buches reagiert er auf emotionale Situationen kalkulierend. Andererseits taucht man in seine Gedankenwelt tief ein und erfährt, warum er zu welcher Schlussfolgerung gelangt.
Immer wieder lässt Orson Scott Card Bean sehr überzeugt von seiner Meinung erscheinen, sodass ich mehrmals auf Ausführungen hereingefallen bin, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben.

Neu eigeführt in diesem Buch sorgt Schwester Carlotta immer wieder für ein Schmunzeln oder ausgewachsene Lacher. Für eine Geistliche redet sie sehr abgeklärt und sarkastisch daher. Gerne nutzt sie Bibelverse und christliche Überzeugungen in einer sehr freien Interpretation. Legendär sind ihre Unterhaltungen mit Graff, da die beiden kein gutes Haar aneinander lassen.

Das Buch empfiehlt sich jedem, der brillante Köpfe schätzt, die zehn Schritte im Voraus planen und natürlich alle, die Enders Geschichte von einer anderen Seite betrachten möchten.

– Q

Bibliografische Angaben

Ender’s Shadow von Orson Scott Card
TOR, erstmals erschienen 1999
469 Seiten
ISBN 978-0-812-57571-2
$ 8.99

BUY LOCAL!

Autor: nachtigallenfriedhof

Buchhandel/Verlagswirtschaft. HTWK. Leipzig. Verrückt/Extravagant/Außernatürlich. Sucht euch was aus.

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